Gold zu Hause aufbewahren & verstecken

Gut versteckt: Wer sein Gold zu Hause aufbewahren möchte, braucht einen geeigneten Platz. Doch wo sollte man das Edelmetall am besten lagern? Wie bewahrt man es richtig auf? Und was gibt es in puncto Sicherheit zu beachten?

Gold zu Hause aufbewahren und verstecken
Laut einer deutschen Umfrage würden neun Prozent der Befragten ihr Gold „im Garten vergraben“
© Getty Images

Ungewöhnliche Goldverstecke

Gold findet man in Bergen und Flüssen? Stimmt natürlich. Aber auch ungewöhnliche Funde kommen immer wieder vor. So entdeckten etwa Bauarbeiter vor einigen Jahren auf einem Grundstück in Wien mehrere Kilogramm, die im Garten vergraben waren. Ein Handwerker in Hannover stieß beim Entfernen eines alten PVC-Bodens auf Goldbarren, Münzen und Silberbesteck im Wert von mehr als 100.000 Euro. Und beim Bau eines Wohngebäudes im italienischen Como kam eine Amphore mit 300 altrömischen Goldmünzen zum Vorschein. Der Schatz war wahrscheinlich im Besitz einer Adelsfamilie, die ihn aus Angst vor einem Diebstahl in der Mauer versteckt hatte.

Wo wird Gold am liebsten aufbewahrt?

Auch heute ist es durchaus üblich, Gold im Haus zu lagern. Auch wenn bei einer deutschen Umfrage 53 Prozent der Befragten meinten, dass sie das Edelmetall vorzugsweise im Bankschließfach deponieren würden, nannten doch immerhin neun Prozent „im Garten vergraben“ als bevorzugte Variante. 22 Prozent gaben an, sie würden es zu Hause im Safe oder Tresor verwahren – und acht Prozent setzten auf Verstecke wie Schubladen oder Schränke. (Umfrage von Kantar-Emnid im Auftrag der Deutschen Börse Commodities)

Warum Gold zu Hause lagern?

Die Lagerung im eigenen Haushalt klingt zunächst altmodisch, hat aber durchaus Vorteile. Denn vielen Goldbesitzern ist es wichtig, jederzeit auf ihre Wertanlage zugreifen zu können. Kommt man an Schließfächer häufig nur während der Banköffnungszeiten heran, ist das Gold in den eigenen vier Wänden rund um die Uhr verfügbar. Dazu kommt die Sorge, dass in unsicheren Zeiten  oder bei einem Bankeinbruch kein ausreichender Versicherungsschutz bestehen könnte. Und: Auch die Anonymität bleibt perfekt gewahrt.

Tresorkauf: Was ist zu beachten?

Ein Klassiker für die Aufbewahrung zu Hause ist der Tresor. Bei seiner Anschaffung gilt: Mehr ist mehr. Idealerweise wiegt er mindestens 300 Kilogramm und ist in Boden und Wand verankert. Dafür blättert man zwar rund zwei- bis dreitausend Euro auf den Tisch, aber das Geld ist gut investiert. Schließlich hat man so einen Tresor ein Leben lang. Außerdem macht es aus versicherungstechnischen Gründen Sinn, Wertgegenstände entsprechend gesichert aufzubewahren.

Gold im Tresor aufbewahren

Bei der Anschaffung eines Tresors lohnt es sich, etwas mehr auszugeben

Auch die kleine Aufzahlung für die Möglichkeit der stillen Alarmauslösung kann sich lohnen. Dadurch wird beim Öffnen unter Zwang eine Wach- und Schließgesellschaft verständigt, ohne großes Aufsehen beim Täter zu erzeugen. Erwerben sollte man den Tresor bei einer renommierten und vertrauenswürdigen Tresorfirma – schon, um sicherzugehen, dass nicht die gleichen Leute, die ihn installieren, eines Nachts uneingeladen wieder kommen, um ihn heimlich zu demontieren.


Gold verstecken: Tipps für zu Hause

Wer keinen Platz für einen Tresor zur Verfügung hat oder nur kleinere Goldmengen in der Wohnung unterbringen möchte, braucht ein gutes Versteck. Gleich vorweg: Die Wäschelade und das Bücherregal zählen nicht dazu, dort schauen selbst Gelegenheitsdiebe als Erstes nach. Auch unter der Matratze oder in Vasen wird von Einbrechern gerne gesucht.

Um das beste Versteck ausfindig zu machen, sind daher folgende Punkte zu beachten:

  • Keine traditionellen Plätze zur Aufbewahrung wählen – je ausgefallener, desto besser. Zum Beispiel in der zusammengerollten Yogamatte, im Werkzeugkasten oder im ausrangierten Joggingschuh.

  • Ratsam ist es, nicht „alle Eier in einen Korb zu legen“. Je mehr Verstecke man wählt, desto länger müssen Langfinger suchen.

  • Es kann sinnvoll sein, einen sogenannten „Honigtopf“ zu platzieren – sprich: eine kleine Menge Gold an einer nicht so schwer zu findenden Stelle unterzubringen. Diebe haben zumeist wenig Zeit und geben sich unter Umständen damit zufrieden.


Die richtige Aufbewahrung von Gold

In jedem Fall sollte man Goldmünzen in Münzkapseln aufbewahren. Und auch Feingold gehört sorgsam gelagert: Gold ist ein weiches Metall und anfällig für Kratzer – die wiederum seinen Wert vermindern.
Eine schützende Hülle ist ebenso wichtig, wenn der Schatz im Garten vergraben wird. Gold rostet zwar nicht, sollte jedoch gut verpackt und luftdicht verschlossen werden. Empfehlenswert ist auch der Schutz vor Maulwürfen – etwa durch Steinplatten. Muskelkraft braucht man dabei nicht nur zum Schleppen der Platten: Es sollte auch bis zu einer Tiefe von eineinhalb bis zwei Metern gegraben werden.
Wer keinen Garten besitzt, kann seine Wertsachen in einer Wand einmauern, am besten in der Nähe von Wasser- oder Stromleitungen. Das lenkt jemanden, der mit einem Metallsuchgerät zugange ist, vom Fundort ab. Ein Muss bei Verstecken im Garten oder im Gemäuer ist, dass man einer Person seines Vertrauens verrät, wo sie sich befinden. Man sollte allerdings nicht zu viele Menschen einweihen. Denn – und damit wären wir auch schon beim letzten und wichtigsten Punkt des Themas angelangt – der größte Schutz für Gold, das zu Hause aufbewahrt wird, besteht darin, dass möglichst wenige Leute davon wissen.


Wem die Aufbewahrung in den eigenen vier Wänden zu heikel ist, sollte die Goldlagerung bei einem seriösen Edelmetallhändler in Erwägung ziehen. Im philoro Edelmetalldepot werden die Edelmetalle versichert und bankenunabhängig nach höchsten Sicherheitsstandards verwahrt.

Bei der Anschaffung der Edelmetalle Silber, Platin und Palladium zahlt sich die Aufbewahrung in einem Zollfreilager aus. Dadurch verschafft man sich den Vorteil, die Weißmetalle mehrwertsteuerfrei zu erwerben und zu lagern. Im Gegensatz zu Gold fällt beim Kauf von Silber, Platin und Palladium nämlich die Mehrwertsteuer an. Das Zollfreilager bei philoro  garantiert Schutz in einem Hochsicherheitslager, das rund um die Uhr bewacht und regelmäßig durch unabhängige Wirtschaftsprüfer und Notare geprüft wird.


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