Aurania Resources: Schatzsucher der „Lost Cities“

Im Südosten von Ecuador sucht das Explorationsunternehmen Aurania Resources mit einem Team aus Geologen nach Gold-, Silber- und Kupfervorkommen. Bei dem Projekt „The Lost Cities“ wandelt man mit Hightech und einem nachhaltigen Konzept auf spannenden, historischen Spuren.

Auranias Explorationsgebiet Ecuador
Im Projekt "The Lost Cities" erforschen Geologen das Gold-, Silber- und Kupfervorkommen in Ecuador
© Aurania Resources

Am Anfang steht die Legende der berühmten sieben Goldminen in der „Audiencia de Quito“, dem heutigen Ecuador, in den Tagen der Konquistadoren. Geschichten über die Quelle des Inka-Goldes entwickelten sich zum Mythos von El Dorado, der über die Jahrhunderte viele Abenteurer ins Innere des südamerikanischen Kontinents lockte. Es gab einige ernsthafte Erkundungsbemühungen, aber viele der Schatzsuchen basierten auf Betrug. Von Erfolg gekrönt war keine.

Tragödie um die Goldmine von Nambija

Doch im Jahre 1981 löste die Entdeckung der Goldmine von Nambija im Südosten Ecuadors einen wahren Ansturm von Bergleuten und Goldsuchern aus – und wurde damit zum Negativbeispiel. Innerhalb weniger Monate befanden sich 25.000 Goldsucher auf dem Gelände der Nambija-Mine und bauten in 75 verschiedenen Betrieben Gold ab. Obwohl zwischen 1981 und 2000 2,7 Millionen Unzen Gold produziert wurden, wurde eine unbekannte Menge Gold auf dem Schwarzmarkt verkauft. Es wurden nur wenige Steuern an die Regierung gezahlt, und die Bergleute hinterließen ein Erbe instabiler unterirdischer Tunnel, offener Abwasserkanäle, Müllhaufen und offener Löcher, ganz zu schweigen von der Verwüstung der Umwelt. Das Ganze mündete in einen Erdrutsch, der 300 Menschen das Leben kostete.

Forschungen zu fortschrittlichem Minenabbau

Nachdem die Nambija-Mine als Goldgräber-Paradies wiederentdeckt worden war, machten Historiker die Regierung darauf aufmerksam, dass dies zuvor eine spanische und möglicherweise sogar eine Inka-Mine gewesen sein könnte. Daraufhin wurde der Historiker, Archivar und Experte für die frühesten Karten des Amazonasgebiets Professor Octavio Latorre gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Historikern beauftragt, die Aufzeichnungen zu durchsuchen und nach weiteren alten Minen zu forschen. Die Regierung war der Ansicht, dass andere Minen, wenn sie lokalisiert und gesichert werden könnten, auf geplante und technologisch fortschrittliche Weise abgebaut werden könnten, um die Interessen der indigenen Völker sowie der Fauna und Flora zu wahren und letztendlich dem Staat und den Menschen von Ecuador zugute zu kommen. Als die Regierung wechselte, wurde dieser Plan leider nicht mehr unterstützt.

Projektstart „The Lost Cities“

Die Idee zu einem Explorationsunternehmen wie Aurania Resources entstand im Jahr 1998, als der kanadische Geologe Keith Barron zufällig Professor Octavio Latorre traf und dieser ihm von den historischen Minen erzählte. Latorre hatte die Forschung nach dem Ende des Regierungsprojekts auf eigene Faust fortgeführt, und als Keith Barron ihn traf, wusste der über zwei Orte äußerst Aufregendes zu berichten: nämlich, dass „die historischen Minen von Logroño de los Caballeros und Sevilla del Oro mit Sicherheit existierten und irgendwo in der Cordillera de Cutucu und höchstwahrscheinlich in Gebieten liegen, die nicht erschlossen sind“. Nach langen Monaten, die Barron mit Bibliotheksforschung zugebracht hatte, starteten sie das Projekt „The Lost Cities – Cutucu“.

Aurania Explorationsteams bei der Arbeit

Die Explorationsteams von Aurania beim Erkunden der Konzessionsgebiete

Das Aufgabengebiet von Aurania Resources   

Man machte sich an die Arbeit – mit Erfolg. Aurania Resources, mittlerweile börsennotiert und auf seinem Gebiet einer der wichtigsten Global Player, beschäftigt sich mit der Identifizierung, Bewertung, dem Erwerb und der Exploration von Mineralliegenschaften – wobei der Schwerpunkt auf Gold, Silber und Kupfer in Südamerika liegt. Das Flaggschiff des Unternehmens, das Projekt „The Lost Cities – Cutucu“, befindet sich im jurassischen, metallogenetischen Gürtel im südöstlichen Teil von Ecuador in der Provinz Morona Santiago. Es besteht aus etwa 208.000 Hektar in 42 Konzessionsgebieten, die den zentralen Teil der Cordillera de Cutucu einnehmen. Die Konzessionsgebiete erstrecken sich über circa 95 Kilometer entlang der Kordilleren.

Explorationsunternehmen im Sinne der Wissenschaft

Wer jetzt beim Aufgabengebiet von Aurania an eine abenteuerliche Schatzsuche denkt, liegt falsch. Auf diese Feststellung legt man beim kanadischen Gold-Kupferexplorer Aurania Resources selbst großen Wert. Denn hier geht es tatsächlich um fundierte Wissenschaft. Das „Lost Cities“-Projekt ist vielleicht das einzige Projekt, das jemals professionelle historische Archivforschung mit modernen geologischen, geochemischen und geophysikalischen Erkundungstechniken in einem geografischen Gebiet mit hohem Entdeckungspotenzial zusammengebracht hat. Die Helden unserer Geschichte sind ein angesehener Universitätsprofessor und zwei promovierte Geologen, die bereits beachtliche Entdeckungen in Ecuador gemacht haben. Nach zwielichtigen Abenteurern oder Archäologen mit knallender Peitsche sucht man vergeblich.

Nummerierte Gesteinsproben zur Auswertung

Die Gesteinsproben werden durchnummeriert und warten auf ihre Auswertung

Einhaltung strenger Richtlinien

Die Landauswahl von EcuaSolidus S.A. basierte stets auf geologischen Erkenntnissen. Dabei handelt es sich um die Gebiete, in denen es – mit der historischen Erzählung als Leitfaden – am wahrscheinlichsten war, Mineralisierungen zu finden. Dabei hat es sich Aurania auf die Fahnen geheftet, die strengen Richtlinien des ecuadorianischen Bergbauministeriums und des Umweltministeriums bei ihren Erkundungen, Arbeiten und Konsultationen mit den örtlichen Gemeinden zu befolgen. Die Konzessionen von Aurania sind daher ordnungsgemäß legal eingereicht und gesetzlich geschützt.

Zusammenarbeit mit Regierung & Gemeinschaften

Aurania erkundet die Konzessionsgebiete vollständig und erstattet der Regierung zudem Bericht über die Freigabe von Gebieten ohne Potenzial, damit diese später in Naturschutzgebiete oder andere Schutzgebiete eingegliedert werden können. Darüber hinaus ist das Unternehmen per Verfassung dazu verpflichtet, einen sechzigprozentigen Anteil an die lokale Gemeinschaft zu bezahlen, was bedeutet, dass die lokalen Gemeinschaften in hohem Maße von Explorationsaufträgen und Zahlungen der Bundesregierung profitieren, sobald die Ausbeutung der Bodenschätze Realität wird.

Neue hochgradige Kupfer- & Silber-Funde

Die Explorationsteams arbeiten in sechs Zielgebieten, darunter Tsenken, Tiria, Kirus, Awacha und Crunchy Hill, um mit der Kartierung und Bodenprobenahme für Gold-Silber, Kupfer-Gold und Kupfer zu beginnen. Im Juni vergangenen Jahres präsentierte Aurania stolz, dass im Südosten Ecuadors Gehalte von bis zu sieben Prozent Kupfer mit 55 Gramm pro Tonne („g/t“) Silber gefunden wurden. Das hochgradige Kupfer-Silber wurde in Felsblöcken unter dem Dschungelboden entdeckt. Das Wirtsgestein heißt in der Fachsprache „Brekzie“. Es besteht aus Gesteinsfragmenten innerhalb einer feinkörnigen Matrix. Keith Barron, Chairman und CEO von Aurania, dazu: „Wir freuen uns, dass wir bei Tsenken hochwertiges Kupfer-Silber in einem anscheinend sehr großen Brekzienkörper gefunden haben. Es handelt sich hierbei um ein relativ einfaches Ziel, das wahrscheinlich eine zylindrische Form aufweist. Dieses wird mit einem ultraleichten Bohrgerät für Aufklärungsbohrungen vorbereitet.“ 

Der nächste Erfolg für das Aurania-Team stellte sich bereits im August 2020 ein. „Wir haben uns auf hochgradiges Kupfer und Silber in verschiedenen Zielen in der Region Tsenken konzentriert und darüber hinaus in einer Gegend, die nur sechs Kilometer weiter südlich liegt, in Sedimenten beherbergtes Kupfer und Silber entdeckt“, freut sich der Aurania-CEO.

Gesteinsproben aus Fluss und Felsen

Probenahmen von Flusssedimenten und Spuren im Felsen helfen den Forschern bei der Suche

Hightech-Messungen zur Ermittlung von Bohrstellen

Um genauere Informationen zur Bestimmung künftiger Bohrstellen zu erhalten, wurden Überflugmessungen durchgeführt, bei denen das sogenannte LIDAR-Verfahren – es steht für „Light Detection and Ranging“ – zum Einsatz kam. Mittels Lichtstrahlen werden hier die Abstände zum Boden gemessen. Im Fall von Aurania Resources ist diese Technik besonders geeignet, da man trotz des dichten Baum- und Grünbewuchses der Gegend Lichtsignale an die Oberfläche senden und diese auch so darstellen kann, als wären keine Pflanzen vorhanden. Waren bei Feldarbeiten im dicht bewachsenen Gelände schon erste Hinweise auf mögliche historische Spuren entdeckt worden, so dürften sich diese Vermutungen nun durch die Auswertung der LIDAR-Daten verdichten. Die Erkenntnisse aus den Messungen werden nun mit den Ergebnissen der Feldarbeit mit Funden von bis zu 710 g/t Silber kombiniert. Verknüpfen die Geologen dann auch noch die Daten mit den Ergebnissen von zuvor durchgeführten geophysikalischen Untersuchungen, können sie die besten Plätze für zukünftige Bohrungen ermitteln. Und in dieser Arbeit stecken sie bereits mitten drin.

Die bei den Feldarbeiten gefundenen „Beweisstücke“ werden derzeit im Landesinstitut für Kulturerbe archäologisch von Experten untersucht. Nun sind neben weiteren Feldarbeiten auch erste direkte archäologische Befundaufnahmen durch geprüfte Landesexperten vorgesehen. 

Aurania Resources notiert übrigens auch an der Börse. Eine gute Gelegenheit für Investoren, Teil der Suche nach Gold, Kupfer und Silber in Ecuador, noch dazu unter der Leitung eines der besten Geologen der Welt, zu werden und so an diesem großen Abenteuer teilzuhaben – ohne dafür selbst in den Dschungel von Ecuador zu müssen.


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