Jean-Claude Biver & seine Omega

Uhrenguru Jean-Claude Biver und sein ganz besonderes Schmuckstück: Die gelbgoldene Omega Constellation.

Jean-Claude Biver und seine Omega Constellation
Jean-Claude Biver und seine erste Uhr, eine Omega Constellation, die er von seinen Eltern zur Firmung erhielt
© (1) Lukas Ilgner (2) Omega

Für Smartphone-Aficionados zeichnet Jean-Claude Biver, der Grandseigneur der Schweizer Uhrenindustrie, ein düsteres Zukunftsszenario. In der Luzerner Zeitung sagte er vor wenigen Monaten: „Die Taschenuhr wurde von der Armbanduhr ersetzt, und nun wird das Smartphone von der Smartwatch ersetzt“. Und er setzte ein „Aber“ nach: „… aber sie ersetzt nicht die Schweizer Uhrenindustrie mit ihrer hohen Luxusqualität, ihrem Traditionshandwerk.“

Leidenschaft für luxuriöse Uhren

Biver selbst, der mit seinen 70 Jahren in der Branche nach wie vor den Ruf eines Avantgardisten genießt und den Marken Hublot, TAG Heuer sowie Zenith vorsteht, kultiviert ungebremst seine Leidenschaft für hochwertige Zeitmesser. Den Grundstein dafür legten möglicherweise seine Eltern, als sie ihm anlässlich seiner Konfirmation eine gelbgoldene Omega Constellation schenkten, die er aus „Sicherheitsgründen“ allerdings erst als 18-Jähriger ausgehändigt bekam. Die Uhr war Anfang dieses Jahres, gemeinsam mit Bivers anderen Sammlerstücken, für wenige Tage in einer Ausstellung in London zu bewundern.

Die Omega Constellation

Erstmals vorgestellt wurde die Omega Constellation bereits 1952. Ihr Charakteristikum ist das „Observatorium unter dem Sternenhimmel"-Emblem, das den Gehäuseboden der meisten Modelle ziert. Die acht Sterne darauf stehen für die beiden Weltrekorde bei den Präzisionswettbewerben in Kew-Teddington von 1933 und 1936 sowie für sechs gewonnene Wettbewerbe bei den Bewerben des Genfer Observatoriums, die zwischen 1945 und 1952 stattfanden.

Retter der Schweizer Uhrenindustrie

Präzision und Ideenreichtum stehen auch als Treiber hinter Bivers eigener Erfolgsgeschichte – gemeinsam mit Swatch-Erfinder Nicolas Hayek gilt der ehemalige CEO von Blancpain als Retter der Schweizer Uhrenindustrie, die in den 1980-er Jahren schwer angeschlagen war. Das Prachtstück seiner Jugend hütet Jean-Claude Biver nach wie vor wie einen Schatz. Über seine Sammlung sagt er: „Sie sind ein unvergesslicher Teil meiner Karriere und meines Lebens“.


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