Der „Panthère“ von Cartier

Seine Eleganz und Kraft lassen sich mit dem Bild des modernen Feminismus gut vereinbaren. Vielleicht ist der berühmte „Panthère“ von Cartier auch deshalb wieder so gefragt: als Uhr, Ring, Armspange oder anderes edles Schmuckstück.

Das ursprüngliche Modell der Panthere de Cartier Uhr
Bevor der „Panthère“zu einem der „Must“-Pieces von Cartier avancierte, schmückte er eine Uhr. Das Urmodell stammt aus 1914.
© Cartier

Es gibt ein berühmtes Foto von Josephine Baker, auf dem sie, auf einer Stiege sitzend, einen Jaguar an der Leine hält. Aufgenommen wurde es während der Revue „Paris qui remue“ im Paris der 1930er-Jahre, wo die Amerikanerin mit französischem Pass als Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin Abend für Abend für Furore sorgte. Der Star und das Raubtier – welch ikonografisches Bild!

Genau das hat wohl auch der französische Edeljuwelier Cartier gedacht. Er ließ sich jahrzehntelang die Rechte an der Fotografie sichern, denn sie illustriert perfekt eines seiner berühmtesten „Must“-Sujets: den „Panthère“.

Jeanne Toussaint: Entdeckerin des „Panthère“

Als It-Piece wurde er von Jeanne Toussaint entdeckt, die ab 1933 die künstlerischen Geschicke des Hauses leitete. Sie forcierte die „Karriere“ des edlen Tiers, das mit seiner schwarz-weißen Zeichnung und seinen grünen Saphir-Augen eigentlich ein Leopard war, indem sie es mal als Armbanduhr, mal als Collier, Anhänger oder Brosche interpretieren ließ. So entstand die „ Collection Panthère “.

Jeanne Toussaint Erfinderin der „Collection Panthère“

Jeanne Toussaint leitete ab 1933 die künstlerischen Geschicke von Cartier und erfand die „Collection Panthère“

Prominente Besitzerinnen des „Panthère“

Berühmte Trägerinnen waren die Herzogin von Windsor, auch bekannt als Wallis Simpson, und der mexikanische Filmstar Mariá Félix. Beide Damen machten unter anderem als Sammlerinnen von auffallend teuren und exotischen Schmuckstücken auf sich aufmerksam. Der ursprüngliche Cartier-Panthère aber war eine elegante, zarte Damen-Armbanduhr, die Louis Cartier 1914 mit Onyx und Diamanten im Schwarz-Weiß-Pavé besetzte.

Der Wandel des „Panthère“

Die Faszination für die Raubkatze markierte den Lauf der Geschichte bei Cartier. Sie wechselte leicht die Anmutung im Zuge der Zeit, blieb ihrer markanten Kontur aber stets treu. Vor allem in den 1980er-Jahren erlebte der Panther als Leitfigur ein starkes Comeback – mal als Armspange, modisches Collier, Ohrclip oder Anhänger, aber auch als Kugelschreiber, Feuerzeug oder Parfüm. Als Uhr zählt der „Panthère“ weiterhin zu den Klassikern des guten Geschmacks, selbst wenn ihre Herstellung mittlerweile eingestellt wurde. Am Vintage-Markt erfreut sie sich aber nach wie vor großer Nachfrage.

Schmuckstücke aus der „Panthère de Cartier"-Kollektion

Ob als Ring, Ohrclip oder Collier - der „Panthère" zählt nach wie vor zu den Klassikern des guten Geschmacks

Der „Panthère“ bleibt eine Ikone

Nun hat die Retrowelle den Panther wieder ins modische Rennen geschickt. Und egal, in welcher Form man ihn ergattert, als Goldschmuckstück oder als auffälliges Accessoire, sein fixer Platz als Icon bleibt ihm gewiss. Sein Wert damit auch.


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